Intuition im Miteinander

iBlogPro 17. August 2011, Intuition, Petra

Die Bewegung des Lebens ist lernen

(Buddha)

Intuition bedeutet zunächst einmal, mit mir selbst in Beziehung zu treten, eine Beziehung zu mir selbst aufzunehmen. Gleichzeitig funktioniert Intuition auf derselben Ebene auch im Kontakt mit anderen. Ich bin in Beziehung mit jemandem, etwas fließt zwischen mir und dem anderen.

 

Beziehung und Interaktion ist für uns Menschen von zentraler Bedeutung. Wir lernen von und mit einander. Wir nehmen im Kontakt mit anderen Menschen Informationen auf, die unser Denken und Handeln nachhaltig prägen – manchmal sogar unser Leben lang.

Dieses ist der 4. Teil meiner Artikelserie über „Intuition“. Falls du den 3. Teil verpasst hast, klicke bitte hier.

Intuition benötigt ein ethisches Fundament

Ohne das Wohl des Ganzen – und dazu gehört auch das eigene Wohl – im Blick zu behalten, ist Intuition im Miteinander nicht möglich.

Alles Leben steht in wechselseitiger Abhängigkeit voneinander. Deshalb ist es so wichtig, sich ins Gegenüber hinein zu versetzen. Fragen wir uns doch öfter einmal: „Würde ich mich an dessen Stelle wohl fühlen?“.

Leider haben wir heute weitflächig das Bewusstsein für ein Miteinander verloren. Intuitiv mit anderen umzugehen und im eigenen Handeln das große Ganze im Blick zu haben, ist selten geworden.

Intuition hat erst Raum, wenn du deine Erfahrung weitergibst

 
„In ein volles Gefäß kann man nichts füllen.“

 

In unserem Leben machen wir ständig neue Erfahrungen. Wir lernen – jeden Tag wieder – neue Dinge. Wir denken nach und befassen uns mit verschiedensten Themen. Unser Kopf ist quasi ständig voll. Aber, in ein volles Gefäß kann man nichts füllen. Also, wie wird es wieder leer?

Ein Möglichkeit „sein Gefäß auszuleeren“ ist, sich zu erden – mit der Natur zu verbinden: Einem Bach zuzuhören, mit einem Baum zu sprechen. Wenn wir alles was uns gerade beschäftigt loslassen, indem wir es z.B. dem Baum anvertrauen, werden wir leer. Sind wir leer, kommen ganz von selbst Ideen, Einfälle, die uns weiterbringen.

Leer zu werden bedeutet auch, die Aufgaben, die auf uns zukommen zu lösen. Denn erst in dem Moment, wo wir die eine Aufgabe gelöst haben, können wir zur nächsten weitergehen.

Aufgaben löst man am besten, indem man Bedingungen schafft, die Wachstum und Beziehungen begünstigen. Im Zusammenwirken mit anderen ist man größer als allein.

Auch das Weitergeben von Wissen und Erfahrung gehört in diesen Bereich. Wenn wir das, was wir wissen, weitergebe, sind wir wieder frei für anderes. Frei für neue Einfälle, für die Intuition. Wenn wir es aber für uns behalten, es festhalten, ist der Kopf besetzt. Uns kann nichts mehr einfallen – der Raum ist besetzt und es fällt einfach vorbei.

Intuition im Miteinander braucht ein starkes Selbst

Die Voraussetzung um unser Wissen und unsere Erfahrungen an andere weiterzugeben ist, dass wir ein stabiles Selbst haben. Erst, wenn wir uns selbst gut um uns kümmern ist die Basis dafür gelegt, andere teilhaben zu lassen.

Wie können wir etwas weitergeben, was wir selbst nicht haben? Wie wollen wir einem anderen Menschen Kraft geben, wenn wir selbst kraftlos sind? Wie inspirieren wir andere ohne eigene Inspiration?

Der Weg dahin, anderen etwas weiter zu geben, führt über ein eigenes starkes Selbst. Wir sind einzigartig. Erst wenn wir so stark werden, unseren eigenen Weg zu gehen, können wir vom ICH zum WIR übergehen.

 

Man kann einen anderen nichts lehren man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken. (Galileo Galilei)

 

Wenn wir etwas für andere tun, muss es einen Sinn machen und zwar für den anderen! Erst dann wird es auch für uns selbst Sinn machen.

Fragen wir uns vorher: Ist das, was wir geben wollen gut für den anderen, bringt es ihn/sie näher zu sich? Tut es dem anderen gut? Eine andere Frage ist: Tut es mir selbst gut? Wenn beide Fragen mit „Ja“ beantwortet werden können, dann macht es Sinn, es zu tun.

Intuition im Miteinander

Intuition im Miteinander bedeutet, die eigene Radarschüssel auf den anderen auszurichten und hinein zu fühlen. Intuition befruchtet sich im Zusammenspiel mit anderen Personen. Je besser das Gefühl füreinander und miteinander ist und man sich darauf verlassen kann, dass man sich gegenseitig unterstützt, desto mehr kann die Intuition hin und her fließen. Im kreativen Prozess wirft man sich gegenseitig den Ball zu, nimmt die Ideen anderer auf, verflicht sie mit eigenen Ideen – und daraus entsteht Großes. Gemeinsam ist man weitaus größer als allein!

Das war der vierte Teil meiner Artikelserie über die „Intuition“. Wenn du dich intensiver mit diesem Thema auseinandersetzen möchtest, gibt es eine wunderschöne DVD-Reihe mit dem Titel „Auf den Spuren der Intuition“. Sie dient als Anstoß für diese Artikel-Serie.

Wenn dir der Artikel gefallen hat, würde ich mich sehr über einen Kommentar von dir freuen. Wenn er dir nicht gefällt, wäre ein Kommentar sogar noch wichtiger, damit ich mich verbessern kann – und in Zukunft noch mehr von dem schreibe, was du lesen möchtest.

 

 

 

 

 

Photo: Gerd Altmann_pixelio.de

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1 Response » to “Intuition im Miteinander”

  1. […] Affirmationen können dich wundervoll auf deinem Weg zur Veränderung deiner Gedankenstrukturen unterstützen. […]

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