Weil Intuition zugleich Verständnis und Empfindung ist, durchdringt sie die Wirklichkeit mit einem Blick.

 

Omraam Mikhael Aivanhov

Intuition braucht Empathie

Neueste wissenschaftliche Forschungen (Psychologie, Hirnforschung…) gehen davon aus, dass die Fähigkeit zur Empathie eine Grundvoraussetzung dafür ist, dass Menschen in der Lage sind, ihre Intuition zu nutzen.

Das führt uns zu der Frage:

Empathie – was ist das?

Das Wort Empathie beschreibt einen Mechanismus, der es uns ermöglicht, Empfindungen und Gefühle eines anderen Individuums zu verstehen. Empathie ist die Fähigkeit, sich mit einem anderen zu identifizieren und nachzuempfinden, was er empfindet.

Empathie ermöglicht es, in die Wahrnehmungen des anderen einzutauchen, seine Angst, seine Wut, seine Zartheit, seine Kraft und Schönheit zu fühlen. Durch Empathie können wir eine Zeit lang sein Leben leben, uns davon anrühren lassen, ohne zu werten und ohne ein Urteil abzugeben.

Wie entsteht Empathie?

Als Kind lernen wir etwa zwischen 1 1/2 und 4 Jahren, was Abstraktion bedeutet. Wir entdecken, dass wir uns neben uns selbst stellen können und uns von außen betrachten können. Wir finden heraus, dass wir lügen können. Und wir lernen, mit Schmerz und Freude anderer mitzufühlen.

In dieser Phase lernen wir, Mama zu trösten, wenn sie sich wehtut.

Die Fähigkeit zur Empathie ist bereits von Geburt an in uns angelegt. Allerdings nicht als fertiges System. Empathie muss entwickelt, gefördert und gefestigt werden. Wenn wir in den ersten 3-4 Lebensjahren gesehen haben, dass andere Menschen sich in uns einfühlen und uns wahr- und ernstnehmen, lernen wir das auch. Sehr empathische Menschen, haben in ihrer Kindheit Verständnis und Entgegenkommen kennen gelernt.

Auf der anderen Seite lernen wir auch Verantwortungslosigkeit, Habsucht, Neid, Egozentrik und Nachlässigkeit durch die Erfahrungen, die wir in der Kindheit machen.

Diese Erfahrungen verfestigen sich und bilden unsere Glaubenssätze. Diese wiederum sind dafür zuständig, wie wir das Leben an sich betrachten, ob wir uns hier auf diesem Planeten wohl fühlen, gewünscht und geborgen – oder auch nicht. Unsere Glaubenssätze bilden die Basis für unsere Umgang mit anderen Menschen.

 

Wie kann ich Empathie trainieren?

Die neuronalen Netzwerke, die ich benötige, um mein Bauchgefühl, meine Intuition zu fördern, sind dieselben, die ich auch für Empathie und Mitgefühl brauche.

Wenn ich als mehr auf mich selbst achte, auf mein Bauchgefühl höre, werden auch die Gefühle für andere stärker – das Vertrauen und das Mitgefühl.

Eine der wichtigsten Regeln auf dem Weg zu mehr Empathie und damit auch zu einem schnelleren Zugang zur eigenen Intuition lautet:

 

Habe zuerst Mitgefühl für dich selbst!

Finde zuerst einmal Mitgefühl für dein eigenen Schicksal. Stehe zu dir selbst und folge deinem eigenen Pfad. Wenn du das tust, wird dein Mitgefühl, die Empathie für andere ebenfalls wachsen.

Intuition bedeutet, in engem Kontakt zu sich selbst zu stehen – zu deiner eigenen Seele. Das ist nicht immer einfach, wenn du dich auf dem tosenden Meer deines Lebens befindest. Das Außen – die Eltern zuerst, dann auch die Chefs, Freunde, Partner – sagt dir, es wäre viel besser für dich… Bürokauffrau zu werden als freischaffende Künstlerin? Und das Außen behauptet dann auch noch, dass es ganz genau  wüsste, was du brauchst.

Aber da gibt es eine – manchmal kleine und sehr leise – innere Stimme, die dir sagt, dass das für dich gar nicht stimmig wäre. Sie sagt dir, dass du deinem Herzen folgen sollst, dass du einfach etwas anderes brauchst. Und diese Stimme zu hören und ihr dann auch zu folgen wird dich auf deinen ganz eigenen Pfad der Stimmigkeit mit deinem Leben führen.

Stimmigkeit ist die Sprache der Intuition. Wenn Körper, Geist und Seele miteinander im Einklang sind und eine Entscheidung auf allen Ebenen für gut befinden, stellt sich diese Stimmigkeit ein.

 

Artikelserie Intuition:

Intuition, was ist das eigentlich?

Intuition – braucht Zeit und Ruhe

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2 Responses to “Intuition – Empathie als Grundlage der Intuition”

  1. […] Intuition – Empathie als Grundlage der Intuition […]

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