Gibt es positiven Egoismus?

iBlogPro 5. August 2011, Liebe, Motivation, Selbstcoaching, Petra

Die meisten Menschen haben nicht zu viel Ego, sondern zu wenig.

In einer Welt, in der Egoismus ein gängiges und durchweg negativ besetztes Wort ist, mutet dieser Satz vielleicht ein wenig seltsam an. Wenn wir aber etwas genauer hinsehen, ist er gar nicht so unsinnig.

Egoismus bedeutet „Eigennützigkeit“, „Ich-Sucht“, „Selbstsucht“ (laut Wikipedia), aber auch „Ich-Bezogenheit“ und „Eigenliebe“ (laut Duden). In diesen Definitionen zeigt sich schon eine unterschiedliche Richtung von Egoismus. Die negative Seite des Egoismus ist nur auf den eigenen Vorteil bedacht, läßt dabei andere außer Acht und nimmt deren Schaden billigend in Kauf. Aber was ist mit der zweiten Seite? Ist denn Ich-Bezogenheit und Eigenliebe falsch?

Dr. David Seabury (amerikanischer Psychologe und Unternehmensberater) sagt dazu: „Glück in der Liebe, Erfolg im Beruf, Zufriedenheit mit uns selbst und mit dem Leben hängen davon ab, dass wir uns selbst um uns kümmern und für uns selbst sorgen. Wer dem Leitspruch folgt: “Der brave Mann denkt an sich selbst zuletzt“ wird weder Glück noch Erfolg haben, sondern unzufrieden sein.“

Selbstliebe – die andere Seite von Egoismus

Die Kehrseite der Medaille also, positiver Egoismus, bedeutet: Beziehe dich auf dich selbst, achte auf dich, genieße dein Leben ohne anderen dabei zu schaden. Hab den Mut, zu dir selbst zu stehen, so zu sein, wie du bist. Liebe dich selbst, verstell dich nicht. Es hilft niemandem, wenn du mehr scheinst, als du tatsächlich bist.

Kümmer dich ein bisschen weniger um die Welt und ein bisschen mehr um dich selbst. Lerne, in etwas kleinerem Stil zu denken. Die Frage: „Was nützt mir das?“ beantwortet sich leichter, als die Frage: „Nützt das der Welt?“.

Der Kreis schließt sich: Wenn du beginnst, auf dich selbst zu achten und dir etwas Gutes zu tun, nützt du damit automatisch der Welt, denn auch du bist ja ein Teil davon. Wohlgefühl zieht Kreise und wer gut für sich selbst sorgt, ist offener für andere Menschen, kann besser auf sie zugehen – und verteilt damit auch wieder Wohlbefinden an andere.

Schon die Bibel lehrt: „Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst“. Ohne Selbstliebe, kann keine Liebe für den Anderen entstehen. Bist du aber mit dir selbst einig, kannst du von deiner Kraft und „Mittigkeit“ auch anderen abgeben.

 

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