Weisheit der Urvölker für westliche Köpfe

Betrachtungen für jeden Tag
Angeregt von Stammesvölkern unserer Welt

Anne Wilson Schaef

 

 

„Unser Mythen, Legenden und Geschichten sagen, es werde eine Zeit kommen, da unsere Weisheit, unser Wissen und unsere Lebensart notwendig sein werden für das Überleben der Erde. Diese Zeit ist jetzt.“

Dieser Satz eines Aborigine-Ältesten bildet den Klappentext und ist gleichzeitig der rote Faden des Buches von Anne Wilson Schaef. Sie hat für jeden Tag des Jahres die Weisheit eines indigenen Menschen ausgewählt. Im Anschluss an die Tagesweisheit hat sie ihre eigenen Gedanken dazu aufgeschrieben.

Obschon „Weisheit der Urvölker für westliche Köpfe“ sich als Meditationsbuch bezeichnet, will es nicht wirklich in unser Bild dazu passen.

In ihrer Einleitung sagt Anne Wilson Schaef dann auch gleich selbst: „Ich gehe nicht davon aus, dass diese Buch dem üblichen Zweck eines Meditationsbuches eintspricht: zu beruhigen und zu heilen. Ich glaube nicht, dass es notwendigerweise heilsam ist, besänftigt zu werden und/oder Anweisungen und Antworten zu erhalten. Meiner Ansicht nach findet wirkliche Heilung auf einer tieferen Ebene statt und erfordert oftmals schmerzhafte Reinigungsprozesse. Das braucht seine Zeit und kann nicht vereinfacht werden.“

Weisheit der Urvölker – ist anders

Diese Buch ist anders, das ist mal sicher. Und so werde ich denn auch über so manch einen der Texte wohl noch länger nachfühlen. Einiges, von dem, was die „weisen Alten“ – und auch „weisen Jungen“ – durch Anne Wilson Schaef mitteilen, ist mir „westlichem Kopf“ eher fremd. Denn unsere westliche Lebensart ist von dem, was diese weisen Menschen noch leben und lehren, doch ziemlich weit entfernt.

Und trotzdem klingt da ein ganz altes Wissen in mir mit. Ganz tief in mir drin weiß ich um den Wert dessen, was diese Menschen mir hier vermitteln. Sie zeigen uns die Verbundenheit aller Wesen hier auf diesem Planeten auf.

Sie erinnern uns daran, dass ein offenes Herz imstande ist, einen verschlossenen Verstand zu besänftigen. Dass Humor im Umgang miteinander – und auch mit sich selbst – so wichtig ist. Sie sprechen darüber, dass Entscheidungen, die wir heute treffen, noch die nachfolgenden Generationen beeinflussen werden. Sie weisen darauf hin, dass wir alle eine Verantwortung haben – für uns selbst und für andere. Und sie sprechen immer wieder von Dankbarkeit, Einfachheit und Respekt vor allem, was lebt.

Und noch etwas ganz Wichtiges: Sie erinnern uns daran, dass wir alle Brüder und Schwestern sind. Und dass unsere Zukunft nur noch gemeinsam gestaltet werden kann!

Zukunft kann nur gemeinsam gehen

Dame Whina Cooper (Maori-Älteste und Staatsfrau) drückt es so aus:

„Wir brauchen das Wissen, das die Pakeha (die Weißen) aus der ganzen Welt mitbringen, ebenso wie das Zugehörigkeitsgeführ und das whakapapa (Stammbaum/Geschichte/Kultur) der Maori. Die unterschiedlichen Wege, die unser Völker bisher eingeschlagen haben, können sich zu einer Straße in die Zukunft vereinigen, die aus dem Besten beider Kulturen gebaut ist. Allein und voneinander getrennt können die Maori und Pakeha keine sichere und glückliche Zukunft… gestalten.“

Für mich ist Weisheit der Urvölker für westliche Köpfe ein sehr weises und nachdenklich machendes Buch. In mir hat es eine tiefe Berührung hinterlassen, eine große Nachdenklichkeit – und eine Sehnsucht, der nachzuspüren lohnt.

 

 

 

 

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